Sinopsis

«Kontext» ist die tägliche Hintergrundsendung zu Themen der Kunst, der Kultur, zu Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft, Religion und Politik. Eine Stunde lang täglich setzt «Kontext» einen Akzent gegen die kurzatmige, schnell konsumierte Berichterstattung - hintergründig, mutig und überraschend.

Episodios

  • Alles andere als provinziell: Das Theater in der Peripherie

    Alles andere als provinziell: Das Theater in der Peripherie

    24/09/2020 Duración: 52min

    Die Schweizer Theaterlandschaft hat auch jenseits der urbanen Zentren viel zu bieten. Welchen Herausforderungen begegnen die Theaterschaffenden in Winterthur, Aarau oder Chur? Erwartet das Publikum in ländlichen Gebieten etwas anderes als in den Metropolen? Wovon reden wir eigentlich, wenn wir von «Peripherie» und «Provinz» sprechen? Und weshalb haftet diesen Begriffen oft ein etwas abschätziger Ton an? Ein Vorurteil, das sich zumindest mit Blick auf die Theater schnell als falsch herausstellt. Das Schweizer Theater der Peripherie steht vielmehr für Vielfalt und kulturelle Teilhabe. Da ist zum Beispiel das «Theater Kanton Zürich»: es bespielt als Wandertheater seit 50 Jahren die Gemeinden des Kantons mit professionellen Schauspielproduktionen. Oder die neu gegründete «Bühne Aarau»: ein Mehrspartenhaus, das vom zeitgenössischen Zirkus über klassischem Theater bis zu lokalen Koproduktionen eine breite Programmpalette anbietet. Der Bündner Roman Weishaupt startet derweil seine erste Spielzeit am «Theater Chur

  • Literatur im Gespräch: Das Böse zu Papier bringen

    Literatur im Gespräch: Das Böse zu Papier bringen

    23/09/2020 Duración: 50min

    Kompromisslos und eiskalt. So schreibt Szczepan Twardoch, der Star der polnischen Literatur, über die Nazizeit in Warschau, die deutsche Besatzung, das Ghetto und den Aufstand. «Das schwarze Königreich» heisst der neue Roman. Er erzählt darin von Liebe, Verrat und polnischem Antisemitismus. Winter 1944 in Warschau. Das Ghetto ist zerstört. Die jüdischen Bewohner sind in die Konzentrationslager abtransportiert worden. Nur da und dort huschen Überlebende – Schatten gleich – durch die Ruinen. Sie trauen sich nur nachts aus ihrem Versteck, auf der Suche nach Nahrung. Eine davon ist Ryfka, die Geliebte des jüdischen Gangsters Saphiro. In der apokalyptischen Trümmerwelt versucht sie sich und ihren Geliebten durchzubringen und scheut auch vor Gewalt nicht zurück. In Rückblenden und am Beispiel einer Familie schildert Twardoch, was sich in Polen während der Nazi-Besatzung abspielt. Im Zentrum steht die Figur aus seinem Bestsellerroman «Der Boxer». Eine Geschichte von Hunger, Kälte, Gewalt und Verrat. Aber auch von L

  • Zwischen den Extremen: die Mitte

    Zwischen den Extremen: die Mitte

    22/09/2020 Duración: 53min

    Die Mitte das klingt solide, nach Mässigung und Vernunft. In der Politik ist «Mitte» ein Allerwelts-Zauberwörtchen: Die Mitte-Wählerinnen und -Wähler werden eifrig umworben. Aber «Mitte» ist ein nur unscharf definierter Begriff. «Mitte» will der Mitte auf die Spur kommen. Im Gespräch mit dem Soziologen Oliver Nachtwey, mit Beate Küpper, Mitautorin der «Mitte-Studie» der deutschen Friedrich-Ebert-Stiftung, die untersucht, wie weit rechtsextreme und menschenfeindliche Einstellungen in die Mitte der Gesellschaft eingedrungen sind; und mit Christoph Halbig, Professor für Allgemeine Ethik an der Universität Zürich spürt «Kontext» dem «goldenen Mittelweg» nach, den etwa Aristoteles und Horaz in der Antike für erstrebenswert hielten. Weitere Themen: - Die Mitte und ihr Selbstbild - Wendet sich die Mitte von der Demokratie ab? - Der goldene Mittelweg

  • Der Traum einer besseren Welt – ein Auslaufmodell?

    Der Traum einer besseren Welt – ein Auslaufmodell?

    21/09/2020 Duración: 52min

    Klimawandel, Artensterben, Digitalisierung, Corona-Pandemie – viele Menschen erfüllt der Blick in die Zukunft mit Sorge und Angst. Positive Zukunftsvorstellungen haben es schwer. Dabei könnte uns gerade utopisches Träumen dabei helfen, die grossen Herausforderungen der Gegenwart zu meistern. Die Zeiten sind vorbei, da die Menschen glaubten, dass es der kommenden Generation dereinst besser gehen wird als der vorherigen. Dies belegen mehrere Studien. Auch unter jungen Menschen ist die Vorstellung weit verbreitet, dass sich die Situation verschlechtert. Der Blick in die Geschichte zeigt, dass Utopien oft die Funktion haben, Gesellschaften im Innern zu einen und auf ein gemeinsames Ziel hin voranzubringen. Welche Utopie brauchen wir? Weitere Themen: - Politikerträume in Zeiten des Pessimismus - Gesellschaftsutopie konkret - Sehnsuchtsort Schlaraffenland

  • Viermal Hierarchie – oder: wie heilig ist ihre Herrschaft noch?

    Viermal Hierarchie – oder: wie heilig ist ihre Herrschaft noch?

    20/09/2020 Duración: 54min

    Ohne Hierarchie geht gar nichts, sagen die einen. Hierarchie verhindert, sagen die andern: Wir nehmen vier Modelle unter die Lupe und fragen dabei, ob Hierarchie wirklich zur menschlichen Grundausstattung gehört. Hierarchie muss sein – sagt man beispielsweise im Militär oder am Operationstisch, wenn's brenzlig wird, schnelle Entscheide gefällt werden müssen und man keine Grundsatzdiskussionen führen kann. Hierarchie ist menschlich, sagten auch lange vor allem die Männer, wenn es darum geht, wer im Geschlechtersystem das Sagen hat. Dabei ist immer jemand oben und ganz viele sind unten: der eine befiehlt, die andern führen aus. Dagegen regt sich Widerstand, zunehmend auch in der Arbeitswelt, wo neue Organisationsmodelle flache Hierarchien und neue Führungsstile anstreben. Dass das geht, zeigt sich in sogenannten «akephalen» Gesellschaften: Kulturen, die keine institutionalisierte Herrschaft kennen und trotzdem funktionieren. Weitere Themen: - Ein Lob der Hierarchie – wenn's schnell gehen muss - Die Arbeitswel

  • Henry Kissinger – eine umstrittene Jahrhundertfigur

    Henry Kissinger – eine umstrittene Jahrhundertfigur

    17/09/2020 Duración: 46min

    Brillanter Politiker oder Kriegsverbrecher? Kaum ein anderer US-amerikanischer Aussenpolitiker polarisiert so sehr, wie der heute 97-jährige Henry Kissinger. Ob im Vietnamkrieg, in Chile, China oder Nahost – Kissinger prägte die Politik. Und erwarb sich dabei einen zweifelhaften Ruf. Felix Münger unterhält sich mit Bernd Greiner, emeritierter Geschichtsprofessor an der Universität Hamburg und Verfasser einer neuen Biografie über Henry Kissinger. Beim Schreiben des Buchs habe sich Kissinger für ihn mehr und mehr als «Scheinriese» erwiesen, sagt Greiner, als lediglich vermeintlicher Titan, der kleiner wird, je näher man ihm kommt. Henry Kissinger mischte von 1968 bis 1977 ganz oben mit in der amerikanischen Aussenpolitik. Dabei bereitete er Anfang der 1970er Jahre unter anderem das legendäre Abkommen mit China vor, das zu einer Normalisierung der Beziehungen der USA mit dem kommunistischen Land führte. Erfolge wie diese dürfen gemäss Bernd Greiner nicht darüber hinwegtäuschen, dass Kissinger zweifelsfrei ein

  • Künste im Gespräch – Theaterkrake, erzählende Fotos, Hexenkinder

    Künste im Gespräch – Theaterkrake, erzählende Fotos, Hexenkinder

    16/09/2020 Duración: 54min

    Eine neue, feministische Leitung für das Theaterhaus Gessnerallee in Zürich, Robert Franks Gespür, mit Fotografien Geschichten zu erzählen und das Leid ehemaliger zwangsversorgter Heimkinder – das die Themen bei Künste im Gespräch. Theater, Fotografie und Dokumentarfilm: Das Theaterhaus Gessnerallee in Zürich bekommt eine neue Leitung: Rabea Grand, Juliane Hahn und Michelle Akanji werden das Haus als Kollektiv führen und wollen das Haus von Grund auf neu denken. Dann berichtet Gerhard Steidl über die Detailverssessenheit des schweizerisch-amerikanischen Fotografen Robert Frank, und wir hören vom Leid ehemaliger zwangsversorgter Heimkinder in der Schweiz. Im Dokumentarfilm «Hexenkinder» von Regisseur Edwin Beeler bekommen sie eine Stimme. Weitere Themen: - Eine feministische Theaterkrake - Robert Frank: Mit Fotos erzählen - Dokumentarfilm «Hexenkinder» von Edwin Beeler

  • Die Kirche Don Bosco: vom Gotteshaus zum Musikzentrum

    Die Kirche Don Bosco: vom Gotteshaus zum Musikzentrum

    15/09/2020 Duración: 53min

    Mehr als 200 Kirchen sind in der Schweiz inzwischen umgenutzt: Was braucht es, damit dieser Prozess ein gutes Ende nimmt und die Kirche als ehemaliges Gotteshaus trotz neuer Funktion seine Würde als Kulturdenkmal behält? Basel gilt als der am weitesten säkularistiertese Kanton der Schweiz, entsprechend viele Kirchen stehen leer oder sind bereits umgenutzt, eine sogar schon abgerissen worden. Jedesmal stellt sich dabei die Frage: Wie umgehen mit diesen Gebäuden, die auch kirchenferne Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht kalt lassen? Das Spektrum ist breit, wie ein Blick ins Ausland zeigt, wo Kirchen zu Autowerkstätten, Kaufhäuser, Wohnungen umgenutzt wurden. In der Schweiz hält man sich mit solchen Experimenten eher zurück, sucht moderatere Lösungen. Doch einfach sind die nicht, denn jede Umnutzung ist letztendlich ein emotionales, auch gesellschaftspolitisches Ereignis. Kontext zeigt anhand der anstehenden Eröffnung der Don-Bosco-Kirche in Basel zum Konzert- und Kulturzentrum auf, wie komplex und einfach zugl

  • Raumentwicklung im Dazwischenland

    Raumentwicklung im Dazwischenland

    14/09/2020 Duración: 50min

    Beton ist König in der Schweiz: Zwischen Genfer- und Bodensee bedeckt ein fast durchgehendes Siedlungsband die Schweiz. Was tun, damit die Zersiedelung nicht weiter geht? Besonders von der Zersiedelung betroffen ist der Aargau. Die dortige Architekturgruppe Bibergeil möchte aus der jetzigen Situation das Beste machen und liefert radikale Ideen. Sie will unter anderem die Entwicklung auf die bestehenden Städte konzentrieren und die bestehende Siedlungsfläche begrünen. Doch ist die Schweiz bereit, die Zersiedelung wirklich zu bekämpfen? Dieser Kontext spricht mit Gemeindepräsidenten, Raumplanern und einem Politexperten. Weitere Themen: - Lokaltermin bei zwei Gemeindepräsidenten - Unterwegs mit der Architekturgruppe Bibergeil - Wildaargau: Ideen für die Zukunft - Was müsste die Politik nun tun?

  • Tut der Staat genug in Corona-Zeiten für die Kultur?

    Tut der Staat genug in Corona-Zeiten für die Kultur?

    13/09/2020 Duración: 52min

    Der Kulturszene geht das Geld aus, da Veranstaltungen wegen Corona abgesagt bleiben oder nur in kleinerem Rahmen stattfinden. Wann der Kulturbetrieb wieder voll am Laufen sein kann, ist offen.  Deshalb soll es auch 2021 Hilfsgelder vom Staat für die Kulturbranche geben – es sind um die hundert Millionen Franken. Doch: Reicht das? Oder werden einige Kulturinstitutionen verschwinden, weil sie sich nicht mehr finanzieren können? Und wie laufen die Vergabeprozesse der Hilfsgelder konkret? Das diskutieren wir mit Sandra Künzi, Präsidentin von t. Theaterschaffende Schweiz, der Verband der Theaterschaffenden, mit Ständerat und Kulturpolitiker Matthias Michel (Zug) und mit Katrin Grögel, Co-Leiterin der Abteilung Kultur von Basel-Stadt. Und kommt das Geld auch rechtzeitig da an, wo's dringend benötigt wird?

  • 77. Internationales Filmfestival Venedig: die Bilanz

    77. Internationales Filmfestival Venedig: die Bilanz

    10/09/2020 Duración: 52min

    Es ist das erste grosse Filmfestival, das seit dem Pandemieausbruch wieder physisch stattfindet. Was zeichnet diese besondere Ausgabe 2020 aus? Dieses Jahr ist alles anders am Lido: Es ist die letzte Ausgabe des künstlerischen Leiters Alberto Barbera, der das Festival in den letzten Jahren wieder richtig gross gemacht hat – und vor allem zu einer Plattform des unabhängigen US-Kinos. Aber: In diesem Jahr sind pandemiebedingt die US-amerikanischen Filme praktisch abwesend. Auch viele andere grosse Namen fehlen. Dafür baut das Festival auf ein sehr diverses Programm. Und hat – nach vielen Jahren mit sehr schwacher Frauenpräsenz – 8 von 18 Filmen von Regisseurinnen im Wettbewerb. Themen für die Gesprächsrunde aus Venedig mit Peter Claus, Anke Leweke, moderiert von Brigitte Häring, in der natürlich auch über Filme gesprochen wird und hypothetische Goldene Löwen verliehen werden.

  • Künste im Gespräch – Böhmermann, Mode gegen Islamisten, Cartoons

    Künste im Gespräch – Böhmermann, Mode gegen Islamisten, Cartoons

    09/09/2020 Duración: 51min

    Sie setzen sich mit künstlerischen Mitteln ein für eine gerechtere Welt und gegen Missstände. Die franko-algerische Regisseurin Mounia Medour, die ägyptische Zeichnerin Doaa El-Adl und auch der deutsche Satiriker Jan Böhmermann. Wir treffen die drei in Künste im Gespräch. Jan Böhmermann ist Satiriker und passionierter Twitterer. Nun erscheint von ihm ein Twitter-Tagebuch. Lohnen sich seine Tweets in kompakter Form? Dann reisen wir nach Algerien. Die Filmemacherin Mounia Medour hat einen Film über die 90er Jahre, die sogenannte «schwarze Dekade», gedreht. In «Papicha» rekonstruiert sie auf der Leinwand ihre Studienjahre im zunehmend oppressiven Algier. Und wir treffen die ägyptische Zeichnerin Doaa el Adl, die sich mit spitzer Feder gegen die Misstände in ihrer Heimat wehrt. Weitere Themen: - Cartoons über Frauenrechte der ägyptischen Zeichnerin Doaa El-Adl - «Papicha» - Modeschau gegen Islamisten - Jan Böhmermanns Twitter-Tagebuch erscheint

  • Geliebt und gehasst – Männer mit Macht

    Geliebt und gehasst – Männer mit Macht

    08/09/2020 Duración: 53min

    Machtmenschen sind herausragend und eine Herausforderung. Sie können motivieren und mitreissen. Und sie können andere übergehen und Grenzen verletzen. Wie gehen Organisationen mit solchen Leuten um? Und warum tun sich gerade Frauen oft schwer mit ihnen? Es gibt sie immer wieder, die Geschichten über mächtig anziehende Männer. Jüngst ging der Fall Gottfried Locher durch die Medien: Der Präsident der Evangelisch-Reformierten Kirche Schweiz hatte Visionen – und er hatte Liebschaften. Beides kam nicht gut: mehrere Frauen warfen Locher Grenzverletzungen vor. Die Affäre hat ihm und der reformierten Kirche geschadet. Sie zeigt beispielhaft, in welchen Spannungsfeldern sich Organisationen befinden: sie profitieren vom Antrieb charismatischer Führungspersonen – und leiden unter machtbewussten Narzissten. Gibt es Strategien im Umgang mit solchen Leuten? Und welche Rolle spielen Frauen, die sich mit solchen Männern einlassen: sind sie Opfer – oder auch Täterinnen? Weitere Themen: - Zwischen Charisma und Missbrauch – d

  • Sachbuch-Trio

    Sachbuch-Trio

    07/09/2020 Duración: 45min

    Wie lebt es sich als Mensch mit Behinderung? Auskunft gibt einer, der sich damit auskennt. Wer war Simone de Beauvoir jenseits aller Selbststilisierung – neue Dokumente erlauben neue Einblicke. Wo liegen die Gründe für Trumps Erfolg? Erklärungen liefert u.a. der soziologische Blick auf die USA. Weitere Themen: - Jeder Krüppel ein Superheld. Splitter aus dem Leben der Exklusion - Simone de Beauvoir – ein modernes Leben - Trump – beobachtet: Eine Struktursuche

  • Vom Publikum gewünscht 10/10: Aboriginals, älteste Kultur der Welt

    Vom Publikum gewünscht 10/10: Aboriginals, älteste Kultur der Welt

    06/09/2020 Duración: 51min

    Überraschend und vielfältig: Das Publikum regt die Themen der zehnteiligen Sommerserie an. Es geht um Familiengeheimnisse, Scheidungskinder und die Generation im mittleren Alter. «Kontext» spricht mit Schweizern im Ausland und Aborigines in Australien und berichtet über Liedermacher und Strickkunst. Wie schaffen es die Ureinwohner Australiens, mehr als 50'000 Jahre unter äusserst harten Umweltbedingungen zu überleben? Ohne diese Natur zu zerstören – ohne Kriege – ohne Schrift – ohne festen Wohnsitz? Indem die Mitglieder dieser Kultur ein hochdifferenziertes Wissen pflegten, über eine ausgeklügelte Sozialstruktur verfügten, welche auf einem ebenso ausgeklügelten religiösen System basiert. Doch was heisst das genau? Wir sprechen mit Birgit Scheps, einer der ausgewiesensten Kennerinnen der Kultur der australischen Ureinwohner, und Australienkorrespondent Urs Wälterlin trifft Delise Freeman, Chefin einer indigenen Community. Weitere Themen: - Traumzeit - Echtzeit

  • Fünf Jahre Balkanroute, fünf Jahre Ankommen

    Fünf Jahre Balkanroute, fünf Jahre Ankommen

    03/09/2020 Duración: 50min

    Im Herbst 2015 machten sich über eine Million Menschen auf nach Europa. Über die Balkanroute flohen sie vor Krieg und Perspektivenlosigkeit. Sie hofften, Schutz zu finden, vielleicht sogar eine neue Heimat. Was ist aus den Menschen geworden? Wie haben sie die Gesellschaft in Deutschland verändert? Angela Merkels «Wir schaffen das» hat vielerorts Widerhall gefunden. Es entstand eine neue Willkommenskultur. Die Geflüchteten stiessen zunächst auf Wohlwollen und Hilfsbereitschaft. Bald aber breiteten sich in gewissen Teilen der Gesellschaft und Politik Sorgen aus – die nicht selten auch in Fremdenfeindlichkeit und Rassismus umschlugen. Fünf Jahre nachdem Deutschland seine Grenzen öffnete, ist es Zeit zurückzublicken: Haben wir es geschafft? Was ist aus den Menschen geworden, die nach Deutschland gekommen sind? Wie haben sie ihre Ankunft in Deutschland, in der Schweiz erlebt? Wer hat Arbeit gefunden? Wo gibt es Schwierigkeiten und worauf dürfen wir, die Geflüchteten und die Alteingesessenen, hoffen? Studiogäste

  • Künste im Gespräch – Geigerinnen, Geschwister, Lebensgefühl

    Künste im Gespräch – Geigerinnen, Geschwister, Lebensgefühl

    02/09/2020 Duración: 50min

    Eine Komponistin und eine Geigerin, Helena Winkelman und Patricia Kopatchinskaja proben die Uraufführung «Gemini». Ein Bruder gibt durch sein Sterben der Schwester ihre kreative Kraft zurück im Film «Schwesterlein». Die Band «Ton Scheibe Scherben» überprüft zum 50-Jahr-Jubiläum ihre Rolle damals. Sie ist Komponistin und Geigerin zugleich: Helena Winkelman, zurzeit «Artist in Residence» beim Sinfonieorchester Basel. In dieser Funktion hat sie ihr Werk komponiert, das Konzert für zwei Violinen und Orchester. Weil der eine Solist kurzfristig ausfällt, springt Winkelmann gleich selber als Ersatz ein. Die zweite Solistin ist der Geigenstar Patricia Kopatchinskaja. Was passiert, wenn diese beiden sehr eigenwilligen Musikerinnen zusammen üben? Ein Probenbesuch. Die Westschweizer Filmemacherinnen Véronique Reymond und Stéphanie Chuat haben es mit ihrem zweiten Spielfilm direkt in den Wettbewerb der Berlinale geschafft. Und das lag nicht nur daran, dass die Berliner Film- und Schaubühnenstars Lars Eidinger und Nina

  • Fotografin Lee Miller: Die Frau in Hitlers Badewanne

    Fotografin Lee Miller: Die Frau in Hitlers Badewanne

    01/09/2020 Duración: 53min

    Sie war Model und Muse, fotografierte neben Designerkleidern auch Kriege und starb als Gourmetköchin. Lee Miller, ihre Fotos und ihr Leben voller Brüche sind jetzt zu entdecken. Lee Millers Leben gibt eine ziemlich gute Story ab, sie führte es selbstbestimmt, abenteuerlustig und entschlossen. Die Amerikanerin arbeitete in den 1920er Jahren als Model für Vogue und lernte in Paris von Man Ray fotografieren. Als Modefotografin inszenierte sie teure Hüte, bis sie sich 1944 als Kriegsberichterstatterin akkreditieren liess. Gegen Ende des Krieges entstand das berühmte Foto in Hitlers Badewanne, danach legte Lee Miller die Kamera weg, um als Gourmetköchin berühmt zu werden. Leben und Werk der Pionierin sind jetzt in einer Ausstellung im Zürcher Museum für Gestaltung zu entdecken. Weitere Themen: - Die Frau mit den vielen Leben - Kriegsberichterstatterin für Vogue

  • Plötzlich im Rampenlicht: Verspätete literarische Entdeckungen

    Plötzlich im Rampenlicht: Verspätete literarische Entdeckungen

    31/08/2020 Duración: 52min

    Literatur ist manchmal ihrer Zeit voraus oder kann aus politischen Gründen gar nicht erst veröffentlicht werden. Nur wenigen Texten ist eine späte Entdeckung vergönnt. Und manchmal trifft so ein Klassiker plötzlich einen Nerv wie «The Street»: ein Roman über den Alltag von Schwarzen in den USA. Mit ihrem Debut «The Street» gelang Ann Petry 1947 eine literarische Sensation: Noch nie zuvor hatte eine afroamerikanische Autorin einen derartigen Bucherfolg erzielt. Geradezu schockierend ist die Tatsache, wie aktuell ihre Geschichte über eine alleinerziehende Mutter im Schwarzenviertel Harlem geblieben ist: Kein Wunder gilt der Roman – vor dem Hintergrund der «Black Lifes Matter»-Debatte – als DAS Buch zur Stunde. Für den deutschsprachigen Markt entdeckt hat «The Street» Patricia Reimann, ehemals Leiterin des Schweizer Verlags «Nagel & Kimche». Ihr war schon einmal eine solche Trouvaille gelungen: Sie sicherte sich 2010 für «dtv» die Rechte an «Stoner» von John Williams. Der Roman über einen gemobbten College

  • Vom Publikum gewünscht 9/10: Die Oberwalliser – Geschichte, Identität, Gegenwart

    Vom Publikum gewünscht 9/10: Die Oberwalliser – Geschichte, Identität, Gegenwart

    30/08/2020 Duración: 52min

    Überraschend und vielfältig: Das Publikum regt die Themen der zehnteiligen Sommerserie an. Es geht um Familiengeheimnisse, Scheidungskinder und die Generation im mittleren Alter. «Kontext» spricht mit Schweizern im Ausland und Aborigines in Australien und berichtet über Liedermacher und Strickkunst. Die Oberwalliser: Woher kommt sie, diese deutschsprechende Minderheit im Wallis? Was ist ihre Geschichte, sind sie ein antikes Volk oder haben sie erst im Mittelalter die Bergtäler besiedelt? Und was haben die Walliser mit den Walsern zu tun? Kontext besucht Menschen im Oberwallis, im Lötschental und blickt in die Geschichte und auf die Gegenwart des deutschsprachigen Kantonsteils, fragt nach der Identität der Oberwalliser und spürt auch einen Graben auf, der entlang der Sprachgrenze innerhalb des Wallis verläuft. Weitere Themen: - Das Lötschental: vier Dörfer, vier Geschichten - Walliser, Walser, Oberwalliser?

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